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Reinhard Mey Portrait

Der November war – wie immer – sehr arbeitsreich. Doch nachdem heute der 30.11. endlich erreicht ist, und ich mit einem Gläschen Glühwein den erfolgreichen Abschluss des Monats gefeiert habe, ist endlich wieder Zeit für einen Blogeintrag.

Im November lasse ich mich gerne berieseln. Ich lese weniger, höre mehr Musik, sehe mehr fern, surfe mehr im Netz. Auf Youtube bin ich auf die Dokumentation “Reinhard Mey im Portrait” aus der Reihe “Deutschland deine Künstler” gestoßen. Ich kenne die Reihe schon länger, und habe den ein oder anderen Bericht schon aufmerksam verfolgt – nur eben Reinhard Mey ist mir bisher durchgerutscht.

Die Dokumentation wurde 2007 abgedreht und begleitet Mey während seiner Arbeit an seinem 24. Studioalbum “Bunter Hund”. Den Filmemachern gelingt es dabei sehr gut den Bogen zu schlagen und auf der einen Seite die Geschichte Mey´s zu erzählen und auf der anderen Seite das aktuelle Geschehen – der Produktionsprozess zu “Bunter Hund” – zu beleuchten.
Auch die Interview-Partner wissen zu überzeugen. Ob Reinhard Mey selbst, Freund und Musiker Kollege Götz Alsmann oder Liedermacher Klaus Hoffmann geben spannende Einblicke in das “Gesamtkunstwerk” Reinhard Mey. Lediglich Claudia Roth passt hier überhaupt nicht rein und wirkt fehl am Platz, wenn sie mit Plattitüden versucht, das “Mysterium” Reinhard Mey zu erklären.

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Wohin geht die Reise?

Mal wieder gut 4 Wochen Pause auf meinem Blog, weil schlicht nichts neues – oder erwähnenswertes (?) – in meinem Leben als Musiker passiert ist.
Natürlich könnte ich auch weiterhin Wasserstandsmeldungen zu den alten Songs (Zoo knapp 350 views, Puzzle knapp 150 views) oder Informationen zu einem neuen Projekt (ich habe derzeit schlicht keinen Bock zu produzieren) im wöchentlichen Rhythmus hier posten. Ich denke aber, dass ist ziemlich langweilig und wenn ich als (Hobby)-Musiker nicht gerade produzieren, dann passiert halt nun einmal nicht viel. Ich habe mir daher über meinen Urlaub die einfach Frage gestellt – wohin geht die Reise mit diesem Blog? Als einfaches Medium nach draußen, quasi als Portal für Neugierige zu meiner Musik, ist der Blog an seine Grenzen gestoßen – oder vielmehr ich als Informationslieferant.

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Endspurt

Heute kam der erste professionelle Rough Mix von Jan und damit befindet sich der Song endgültig im Endspurt. Das Feintuning wird in den kommenden Tagen natürlich viel Zeit in Anspruch nehmen, aber nun sehe ich deutlich Licht am Ende des Produktionstunnels – einfach super.

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Weihnachtszeit mit Danzer und Hirsch

Die Zeit um Weihnachten herum ist für mich immer durch zwei Extreme geprägt. Höchste Belastung im Arbeits – und Privatleben, sowie abrupte familiäre Ruhe und Geborgenheit. Dieses Jahr treffen die beiden Extreme noch drastischer aufeinander, da sich die Feiertage arbeitnehmerfreundlich verteilen. Das bedeutet im Klartext: Weniger Zeit zur Erledigung der saisonbedingten Arbeit und dafür länger am Stück Ruhe und Entspannung. 
Interessanterweise kann ich seit Jahren beobachten, dass mein Musikgeschmack in diesen Tagen immer ruhiger wird und ich nachdenkliche Musik regelrecht verschlinge. Manchmal habe ich das Gefühl, dass unabhängig von religiösen Festtagen, jeder Mensch zum Ende des Jahres diese Ruhe braucht. Diese Zeit um Revue passieren zu lassen, und in unseren Breiten ist dies nun mal in der kalten dunklen Jahreszeit angebracht. Jedes Jahr entdecke ich neue Künstler, die ich auch nur in dieser Periode des Jahres hören und genießen kann und die mich auf langen dunklen Autofahrten begleiten. Es handelt sich dabei dieses mal um Georg Danzer und Ludwig Hirsch. 
Beide sind leider schon verstorben, hinterließen aber ein großartiges musikalisches Erbe. Georg Danzer war mir zunächst nicht so zugänglich, da seine nasale Stimme mich verschreckte. Ebenso Ludwig Hirsch, der zwar eine wunderbare ruhige sonore Stimme hat, dessen Texte zum Teil jedoch so satirisch schwarz waren, dass ich sie nicht hören konnte. Es ist keine Musik fürs ganze Jahr – das mit Sicherheit nicht. Doch wer sich auf die Texte und die Melodien einlässt, kommt nicht umhin, das selbe Stück wieder und wieder zu hören, nur um sich endgültig in den Bildern und den Botschaften zu verlieren. 
Ich wünsche ein frohes Fest – mit Danzer und Hirsch 
Ludwig Hirsch – Die Omama
Georg Danzer – Der alte Wessely

Sesamstraße und Musiker

Zwischen Aufnahmen und Feintuning meines Songs (ich komme wohl ganz gut voran, wenn man den Fachleuten glauben darf), ein kleines Schmankerl für “Junggebliebene” Musiker und Musikliebhaber. Da ich keine Kinder habe, nehme ich die aktuelle Kinder-TV Landschaft kaum wahr. Natürlich kenne ich aber die alteingesessenen TV-Format, wie beispielsweise die Sesamstraße. Seit Generationen unterhält diese Sendung unseren Nachwuchs und versucht dabei nicht nur zu unterhalten sondern auch den Kindern ein Vorbild zu sein. 
Ganz besonders schön finde ich, dass es offensichtlich auch heute noch für Musiker erstrebenswert ist, dort aufzutreten und mit den Charakteren der Sesamstraße ihre Lieder zu singen. Ganz besonders gelungen, finde ich das unten stehende Video von Tim Bendzko. 
Wer sich mal auf Youtube etwas treiben lassen möchte. Einfach den Lieblingskünstler und Sesamstraße suchen. Es ist erstaunlich wie viele große Stars dort schon waren. 

The Gaslight Anthem – Posthalle Würzburg 13.08.2013

Nachdem ich in den letzten Wochen viel Arbeit und Schweiß in (leider) unbefriedigende Aufnahmen gesteckt habe, stand am 13.08.2013 das Konzert der Gaslight Anthem an. Meine Vorfreude war groß, schließlich verfügt der Frontmann der Band, Brian Fallon, über eine der interessantesten Stimmen der aktuellen Musiklandschaft. Die Band machte im Zuge ihrer “Handwritten-Tour” Halt in Würzburg und nutzte die offensichtlich immer populärer werdenden Posthallen für ihren Auftritt.
Ich habe mir bewusst zwei Tage Zeit genommen ehe ich eine Art Konzertkritik schreibe, da ich die – und soviel sei vorweg genommen – große Enttäuschung zum Ende des Konzertes nicht das ansonsten gute Event überdecken lassen wollte. Aber der Reihe nach: 

Location – Posthallen:

Es war mein erster Besuch in den Posthallen zu einem Event, weshalb ich ganz unverbraucht hier bewerten kann. Meine Konzertmitgänger klärten mich zunächst einmal darüber auf, dass die Halle künstlich verkleinert wurde. Offensichtlich reichte der Kartenverkauf der Band, die in Deutschland noch nicht bei einem breiten Publikum bekannt ist, nicht aus um die Halle alleine zu füllen. Ansonsten kann ich nur gutes über die Posthallen sagen. Von der Akustik über den Barservice bis hin zu den sanitären Anlagen hat alles einen guten bis sehr guten Eindruck hinterlassen. Gerne wieder.

Vorband:

Die schweinfurter Band “Ghost Rockets” begann ca. 45 Minuten vor dem Hauptakt und war einigen Hörern in der Halle offensichtlich schon bekannt – mir persönlich nicht. Die Band einzuordnen fällt mir auch nach Studium ihrer Website schwer, denn dort heißt es: “Der Stil von TGR lässt sich nur sehr schwer einordnen, da die Bandmitglieder von vielen Einflüsse geprägt sind. Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Rock und Alternative.” 
Meinem Empfinden nach haben die Jungs aus Schweinfurt als Vorband einen guten Job gemacht. Ihr Set war gut gewählt und auch die Performance war ansehnlich. Leider traf ihre Musik nicht meinen Geschmack – einen Großteil der Halle hat es jedoch offensichtlich überzeugt. Zum Ende des Post findet ihr einen Link zu einem Ihrer Songs. 

Hauptakt: The Gaslight Anthem

Ich bin ein riesen Fan von dieser Band und insbesondere vom Frontmann Brian Fallon. Dieser verfügt über eine tolle einzigartige Stimme, die einfach tolle Geschichten erzählen kann. In meinem Post Inspiration habe ich ein Video einer Cover Version von ihm gepostet. Die Band selbst zeichnet sich durch amerikanischen Rock aus, der sehr melodisch daher kommt und immer wieder durch schöne Musikthemen zu überzeugen weiß. Ihr aktuelles Album Handwritten stellt hier keine Ausnahme dar. 
Ich war sehr gespannt in wie weit es gelingt dies bei einer Live Performance abzubilden und ich wurde zumindest was den musikalischen Teil angeht, nicht enttäuscht. Lediglich die Stimme hätte einen ticken lauter sein können, bzw. alles andere einen ticken leiser. Dieses Problem habe ich aber meist exklusiv, da ich wieder zu den wenigen Gästen gehörte, die Gehörschutz während der Konzerte trugen. (Was mir bis heute unbegreiflich ist – es ist bestialisch laut) 
Das Set der Band war ein netter Mix aus aktuellen und älteren Songs und ließ fast nichts aus. Persönlich für mich die erste große Enttäuschung, da ich mich sehr auf die gleichnamige Single der 2008er Platte “59´ Sound” gefreut hatte, die nicht gespielt wurde. Für mich schwer nachzuvollziehen, ist es doch meines Wissens nach, die erste Single die auch in Europa Gehör gefunden hat und die Band insgesamt – auch über Youtube und einen Gastauftritt von Bruce Springsteen – bekannt machte. Natürlich darf man als Hörer kein Lied “erwarten” und es ist auch nachvollziehbar, da der Band dieser Song wohl schon zu den Ohren heraushängt. Aber gut – dies war der erste Wermutstropfen.
Nach 14 Liedern, also ca. 60 Minuten Spielzeit, in der das einstudierte Set heruntergespielt wurde und die Interaktion mit dem Publikum lediglich auf  “Klatschaufforderungen”  begrenzt war, verließ die Band unter Applaus die Bühne. Kaum 15 Sekunden später kam Frontmann Brian Fallon zurück und spielte alleine den Song “Nation Anthem” vom aktuellen Album. Eine tolle Ballade und mein Highlight des Konzertes. Hier sprach der Sänger erstmal das Publikum direkt an und scherzte mit Zuschauer/- innen aus der ersten Reihe darüber, wer nun zuerst sein Shirt auszieht.  
Was niemand wusste – bzw. was nicht kommuniziert wurde. Dies war bereits die erste Zugabe an diesem Abend. Die Band kam danach wieder auf die Bühne und es wurden 5 weitere Songs gespielt, ohne einen einzigen Hinweis darauf, dass man sich quasi schon auf der Zielgerade befindet. 
Ich und meine Freunde hielten es für “die Pause” und waren uns einig: “So lange nicht 59´ Sound gespielt wurde, sind wir nicht bei den Zugaben”. Weit gefehlt. Nach ca. 90 Minuten Spielzeit legten die Musiker ihre Instrumente bei Seite und verließen die Bühne – ohne ein einziges weiteres Mal wieder zurück zu kommen. Erst als die Bühne erleuchtet wurde und die ersten Tontechniker mit dem Abbau begannen, wurde mir überhaupt bewusst, dass es nun vorbei ist. Da hatte sich schon ein Strom von Menschen zu den Ausgängen gebildet, denen diesen Gebaren offensichtlich bekannt war. 
Ich für meinen Teil stand mit offenem Mund da und konnte es überhaupt nicht begreifen. Das Konzerte einem kürzer vorkommen als sie letztendlich sind, daran habe ich mich gewöhnt. Was ich jedoch nicht gewöhnt bin, ist der, einer Guillotinen gleichende Abgang einer Band. Keine Verabschiedung – nichts. Dieses Handeln war es, dass mir die Konzerterfahrung dermaßen verhagelt hat, dass ich bis heute eher dazu neige negativ über dieses ansonsten wirklich gute Konzert zu denken. Ich weiß nicht wie andere Zuhörer dies empfinden. Für mich war es schlussendlich das katastrophale Ende eines sonst schönen Abends und das schlimmste daran ist – es wäre so leicht zu verhindern gewesen…. 

Fazit

Vielleicht bin ich konservativ in diesen Dingen und gehe zu hart mit den Künstlern ins Gericht, die einmal um den Globus fliegen und ständig das gleiche Set spielen. Auf der anderen Seite ist es schlicht und einfach auch Unhöflich abrupt zu gehen. Ich bin kein Mensch, der den Kartenpreis gegenrechnet und überlegt ob eine Band für diesen Preis nicht mindestens 2 Stunden spielen muss oder sonst irgendwelche – Entschuldigung – bescheuerten deutschen Gedankengüter über Preis und Leistung. 
Ich finde aber, dass es neben der Beschallung auch die Pflicht einer Band ist, das Publikum durch den Abend zu führen, zu moderieren. Natürlich sollen sie zu 95% der Zeit Musik machen, aber bei allem Verständnis zu Sprachbarrieren etc. Hallo und Goodbye sind wirklich universal verständlich, und wenn man auf Wiedersehen sagt, schadet es auch nichts, den Musikern im Hintergrund einen Applaus zu bescheren. 
Abschließend blicke ich auf ein gutes Konzert zurück und komme nicht umhin mich auch im letzten Satz zu ärgern: “Sagt halt bitteschön wenigstens Tschüß, wenn ihr endgültig geht!” 
The Ghost Rockets: 
The 59´ Sound

Inspiration

Die vergangene Woche war so etwas, wie der Prototype eines vollgepackten Pflichtmarathons über sieben Tagen. An der Eisdiele des Lebens bestellte ich eine große Portion Arbeitszeit und als der nette Verkäufer mich fragte: Darf´s ein bisschen mehr sein? Nickte ich zufrieden, nahm den kleinsten Löffel den ich finden konnte und begann den Berg in mich reinzuschaufeln.
Wie es sich gehörte, bescherte mir mein Arbeits-Eis alle Nebenwirkungen, die einem so geläufig sind. Spachtelte ich zu schnell, bekam ich Gehirnfrost und unweigerlich Kopfschmerzen. Aas ich zu langsam, wurde die Arbeit schlecht und das Wissen darüber, dass alte Zeug noch essen zu müssen schlug mir auf den Magen. Als ich den Boden des Bechers endlich erreicht hatte und der Freitag Nachmittag seine Pforten in das Wochenende öffnete, war ich so vollgestopft, dass es bis Sonntagmorgen dauern sollte, ehe ich wieder einen kreativen Gedanken fassen konnte. 
Rückblickend finde ich es erstaunlich, wie offensichtlich es ist, dass Inspiration Platz braucht um sich zu entfalten. Die Muse ist ein zartes Pflänzchen und sie will gepflegt werden. Wer den ganzen Tag analytisch Probleme wälzt und diese versucht zu lösen, wird nicht Abends nach Hause kommen, sich an die Gitarre setzen und einen hervorragenden Song schreiben. Mein Rezept für solche Wochen ist das gute alte “sich berieseln lassen”. Youtube ist in diesem Fall eine hervorragende Quelle. Die beiden Highlights der vergangenen Woche habe ich unten reingepackt. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Eisdiele des Lebens am Montag schönere Aussichten parat hat. 

Layout und Neil Young

Morgenstund´ hat… und so weiter.

Heute wird es, wie angekündigt, um das Basis-Equipment gehen mit dem ich arbeite. Da der Post jedoch einiges an grauer Theorie beinhaltet, schicke ich zum Start in die Woche eine Info und ein großartiges Video vorne weg.

Zuerst die Info: Das Layout des Blogs bereitet mir derzeit am meisten Kopfzerbrechen, da ich mich Schritt für Schritt von den Vorlagen entfernen möchte. Das gelingt mir – positiv ausgedrückt – bedingt gut. Ich werde  demnach ein wenig des guten alten Try and Error Verfahrens an den Tag legen und die Ergebnisse wirken lassen. Es kann daher gut sein, dass sich das Blog Layout regelmäßig ändert.

Nun das Video. Ich bin ein riesen Fan von zwei künstlerischen Gattungen. Zum einen natürlich von Musikern und zum anderen von Imitatoren, oder wie es im englischen oft heißt: Impersonations bzw. Impressions.

Jimmy Fallon ist so etwas wie ein allround Talent. Musiker, Schauspieler, Moderator, Comedian, usw. In seiner Late-Night Talk Show schlüpft er häufig in Rollen und stellt diese durchaus überzeugend dar. Seine Neil Young Impression war dabei so gut, dass Bruce Springsteen ein Duett mit Jimmy, bzw. Neil, zum besten gab. Aber seht selbst.


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