Jahresrückblick 2015

Silvester steht vor der Tür – Goodbye 2015, Welcome 2016. Das vergangene Jahr war (wieder) extrem ereignisreich und auch wenn nicht jedes Thema, dass mich bewegte, auf diesem Blog landete, so ist doch einiges passiert.

1.Quartal 2015:
Ich war voller guter Vorsätze, rief gleich zwei neue Rubriken ins Leben und bloggte sehr regelmäßig. Unterdessen stand schon der neueste Song vor der Tür. Größtes Ereignis dieser Zeit war jedoch mein “EDV Upgrade“. Ich trennte mich von meinem – heute noch – innig geliebten Windows und ging zur dunklen Seite der Macht. Der neue Mac Mini, zusammen mit Logic 10 verbesserten meine Produktionsarbeit quasi über Nacht, weshalb der neue Song “Der Schmerz in meinen Rippen” auch schon auf dieser Plattform produziert wurde.
2. Quartal 2015
Der Rückenwind aus dem neuen Workflow trieb mich direkt in die nächste Produktion und in Rekordzeit (weniger als 3 Monate), war der neue Song im Kasten. Ganz besonders Bemerkenswert bei “Manchmal” war der Reggae Einfluss, den wir dem Song verpasst haben und natürlich Dennis´ Solo zum Ende, das mit 1:30 Spielzeit ganz besonders prägend geworden ist.
Abgesehen davon hat mich der Dokumentarfilm “Citizenfour” dermaßen aus den Socken gehauen, dass ein ausführlicher Blogeintrag notwendig wurde.
3. Quartal 2015
Stille – was war los? Im dritten Quartal passierte reichlich wenig. Ich nahm mir im Sommer eine kleine Pause von der Musik. Der Arbeitsalltag war in dieser Zeit ganz besonders fordernd und ich war schlicht nicht in der Lage mich freizuschwimmen. Außerdem stand mein 30. Geburtstag ins Haus und ich hatte eine große Feier geplant (und durchgeführt!). Wie immer realisiert man erst, wenn man schon alle eingeladen hat, wie viel Arbeit das eigentlich ist. Schön war´s trotzdem.
Darüber hinaus knackte mein Soundcloud Account die 1000 Plays, worauf ich tatsächlich etwas stolz bin.
4. Quartal 2015
Das harte Arbeitsjahr im Rücken, ein neues vor der Nase habe ich mich entschieden mich noch einmal mehr zu fordern und produziere derzeit zwei Songs gleichzeitig. Leider kam mir – völlig überraschend – ein Fest Namens Weihnachten dazwischen, und ich konnte bisher wenig produzieren. Im Januar kommt der Urlaub und der Elan und dann wird es Schlag auf Schlag gehen – versprochen.
Und sonst so?:
Dieses Jahr wird bei mir stark mit dem Wort Arbeit verbunden bleiben. Es war geradezu verrückt, wie viel Arbeit zu leisten war, und es war alles andere als gesund, wie viel Arbeit zu leisten war. Ich halte nichts von guten Vorsätzen, aber wenn ich dieses Jahr unter den Sternenhimmel (oder Nebelschwaden) stehe und mir die Lichter der Raketen anschaue, werde ich mit großer Sicherheit feststellen, dass es nächstes Jahr so nicht weitergehen wird, oder nicht weitergehen darf. (Wenn das mal nicht nach guten Vorsatz klingt….).
Darüber hinaus drehte sich mein Kopf in diesem Jahr rund um das Thema Religion, Glauben, Kirchen und Toleranz diesbezüglich. All das endete in einem Kirchenaustritt und einem drei seitigen Brief an die Diözese – den ich am Ende nicht abgesendet habe. Eigentlich wollte ich diesen, fast schon sarkastischen Vorgang – ein Kirchenaustritt ist ein besonderes Erlebnis – hier dokumentieren. Die Zeit, aber auch die Ungewissheit ob dies auf meinen Blog soll, haben das jedoch verhindert.
Ganz zum Schluss natürlich die aktuelle politische Lage, insbesondere die große Anzahl Flüchtlinge, die wir in unserem Land derzeit beherbergen und “Willkommen” heißen. Selten habe ich erlebt, wie ein Thema derart in Bevölkerung polarisiert und mit welchem Engagement beide Seiten dafür einstehen oder dagegen vorgehen. Oftmals haben mich Kunden mit Ihrer Haltung konfrontiert und nicht selten stellte es sich sehr schwierig dar ein vernünftiges Gespräch zu führen.
Mich persönlich bedrückt diese Lage sehr und mich bedrückt die Art und Weise in der, der Dialog derzeit geführt wird. Mein Großvater kam selbst als Flüchtling aus dem Sudetenland nach dem Krieg nach Deutschland. Mein Vater wuchs als erster “Vogel” überhaupt in Deutschland auf. Die Pauschalität in der derzeit Probleme/Herausforderung behandelt werden macht mich traurig und ich hoffe inständig, dass ein Großteil der Bevölkerung weiterhin mit einem rationalen Auge die Lage betrachtet. Die Welt und vor allem unsere Gesellschaft ist nicht schwarz oder weiß. Sie ist durchzogen von Abstufungen verschiedenster Grautöne. Wir alle sollten das jeden Tag aufs neue realisieren und unter dieser Prämisse versuchen die schwierige Lage positiv zu beeinflussen.
In diesem Sinne wünsche ich ein gutes neues Jahr, freue mich auf neue Musik in 2016 und auf weniger Arbeit.
Euer Simon

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