Der Boss – Bruce Springsteen & the E-Street Band

Was soll man über Bruce Springsteen sagen, was nicht bereits gesagt wurde? Er ist einer der einflussreichsten Musiker aller Zeiten. Vielleicht der einflussreichste – lebende – Musiker weltweit. Um die Faszination zu beschreiben, die seine Musik auf mich auswirkt, wären mehr als 20 Blogeinträge notwendig – einer für jedes Album und jeden weiteren Musiker seiner Band, der E-Street Band. 
Springsteens Musik ist zeitloser Folk/Rock/Pop mit starken – bisweilen angenehm kitschigen – Texten, voller unverbrauchter Bilder. Die Melodien sind eingängig, Refrains sind auf den Punkt genau formuliert. Er verzichtet auf auf viel “Tam Tam”, wenn es nicht notwendig ist und nutzt die volle Bandbreite seiner Band, wenn es den Unterschied ausmacht. 
Wenn ich “Born to Run” höre, erfreue ich mich ab dem erst Schlag von Max Weinberg an einer wundervollen Komposition, die trotz eines unkomplizierten Basses (gespielt von Gerry Talent) während der Strophen, sofort mitreißt. Das kurze, aber prägnante Thema des Liedes, ist zugleich Überschrift und Rahmen, aber keinesfalls Blender für einen mittelklassigen Song. Der Text ist eine unverbrauchte Liebesgeschichte, die spannend und abwechslungsreich erzählt wird und ihren treffenden Höhepunkt in der letzten Strophe und dem Satz

Together wendy well live with the sadness
 I´ll love you with all the madness in my soul 
findet.
Darüber hinaus weiß der Song durch ein legendäres Saxophon Solo vom leider verstorbenen Clarence Clemons zu überzeugen. Steve Van Zandt (mittlerweile auch bekannt als Schauspieler) und Nils Lofgren untermalen ihrerseits den Song mit wundervollen Gitarren und Roy Bittans Klavierspiel ist über alle Maßen erhaben. 
Zu guter Letzt zeigt sich natürlich auch Springsteen stimmlich von seiner besten Seite, wenn er die Strophen zeitweise ruhig vor sich hin nuschelt um dann plötzlich in das typische, schreiende zu wechseln, das keinesfall unmelodisch klingt, sondern vielmehr als wunderbarer Akzent daherkommt, der den Zuhörer aufmerksam werden lässt. 
Ich denke es ist offensichtlich. Springsteen beeinflusst mich sehr, und wird dies noch geraume Zeit tun. Als musikalisches “Schmankerl”, wenn dies überhaupt notwendig ist, habe ich natürlich “Born to Run” gewählt. Als zweite, weniger bekannte Version, hört “If I should fall behind”. Ein wunderbare Ballade, die in dieser Version die E-Street Band und deren Bandbreite wunderschön unter Beweis stellt.

Ein Kommentar

  1. Springsteen ist einer dieser Künstler, der es schafft, Genre-übergreifend beliebt zu sein. Ist schon interessant, wie wenige Künstler es noch gibt, die so etwas schaffen.

    Springsteen fällt noch in die Kategorie: Hackfresse, aber hervorragender Musiker.

    Heutzutage sucht man ja meist eher den schönen …ähh… Hackmusiker (?!?)

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