Weihnachtszeit mit Danzer und Hirsch

Die Zeit um Weihnachten herum ist für mich immer durch zwei Extreme geprägt. Höchste Belastung im Arbeits – und Privatleben, sowie abrupte familiäre Ruhe und Geborgenheit. Dieses Jahr treffen die beiden Extreme noch drastischer aufeinander, da sich die Feiertage arbeitnehmerfreundlich verteilen. Das bedeutet im Klartext: Weniger Zeit zur Erledigung der saisonbedingten Arbeit und dafür länger am Stück Ruhe und Entspannung. 
Interessanterweise kann ich seit Jahren beobachten, dass mein Musikgeschmack in diesen Tagen immer ruhiger wird und ich nachdenkliche Musik regelrecht verschlinge. Manchmal habe ich das Gefühl, dass unabhängig von religiösen Festtagen, jeder Mensch zum Ende des Jahres diese Ruhe braucht. Diese Zeit um Revue passieren zu lassen, und in unseren Breiten ist dies nun mal in der kalten dunklen Jahreszeit angebracht. Jedes Jahr entdecke ich neue Künstler, die ich auch nur in dieser Periode des Jahres hören und genießen kann und die mich auf langen dunklen Autofahrten begleiten. Es handelt sich dabei dieses mal um Georg Danzer und Ludwig Hirsch. 
Beide sind leider schon verstorben, hinterließen aber ein großartiges musikalisches Erbe. Georg Danzer war mir zunächst nicht so zugänglich, da seine nasale Stimme mich verschreckte. Ebenso Ludwig Hirsch, der zwar eine wunderbare ruhige sonore Stimme hat, dessen Texte zum Teil jedoch so satirisch schwarz waren, dass ich sie nicht hören konnte. Es ist keine Musik fürs ganze Jahr – das mit Sicherheit nicht. Doch wer sich auf die Texte und die Melodien einlässt, kommt nicht umhin, das selbe Stück wieder und wieder zu hören, nur um sich endgültig in den Bildern und den Botschaften zu verlieren. 
Ich wünsche ein frohes Fest – mit Danzer und Hirsch 
Ludwig Hirsch – Die Omama
Georg Danzer – Der alte Wessely

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.