Rückblick “Puzzle” oder “Allein ist man verratzt!”

Seit einigen Tagen ist “Puzzle” nun online und es hat sich viel getan. Zeit, die letzten Wochen noch einmal Revue passieren zu lassen.

Auch wenn “Zoo” mein erster Release war, so ist “Puzzle” doch deutlich intensiver gewesen. Dennis hatte daran großen Anteil, denn er hat mich bei “Zoo” noch wesentlich mehr unterstützt und wichtige Entscheidungen abgenommen, als es bei “Puzzle” der Fall gewesen ist. Zum Ende des Produktionsprozesses war ich zwar wieder sehr auf seine Hilfe angewiesen, die Zeit davor konnte ich jedoch relativ autark arbeiten und lediglich sein Feedback einholen, wenn ich eine Entscheidung getroffen hatte.

Größte Erkenntnis der Produktion ist für mich, dass es besser ist, sich gute Hilfe zu holen, als alleine an der Sache zu verzweifeln. Dies wurde mir gleich zweimal während “Puzzle” vor Augen geführt. Zuerst beim Basspart. Ich habe eine gute Woche jeden Tag geübt und bin schier verzweifelt. Am Tag der Aufnahme in Dennis´ Küchenstudio wurde noch einmal deutlich, wie weit ich von einer guter Aufnahme entfernt war. Glücklicherweise ist Dennis hervorragend vernetzt und stellte den Kontakt zu Camillo Goitia her, der noch vor dem anstehenden Italien Urlaub (Danke, danke, danke!)  die Aufnahme fertig stellte und mir gleich zwei Dateien zukommen ließ.
Das zweite Mal beim Klavier. Ich hatte natürlich einen Klavierpart programmiert, samt Solo und Thema. Dies habe ich jedoch in der Software Guitar Pro gemacht und auf Grundlage meiner Gitarrenkenntnisse. Will heißen: Kein Pianist dieser Erde würde das so spielen. Außerdem war der Solopart doch sehr unausgereift und im besten Fall eine Orientierungshilfe, was ich mir vorstelle.
Dennis bat mir an, sich um den Klavierpart zu kümmern und ich willigte natürlich ein. Dennis orientierte sich an meiner Programmierung und machte das was einen guten Musiker auszeichnet: Er behielt die Struktur bei und erweiterte es sinnvoll um eigene Ideen. Als ich das erste mal den Rough Mix mit Klavier hörte, wusste ich, dass der Song auf der Zielgerade war.

Dann schlug – wie schon bei Zoo – die Stunde von Jan Hees. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung was er im Detail macht. Hie und Da wird etwas lauter, etwas leiser; Ein Instrument bekommt mehr Raum, ein anderes krabbelt plötzlich mehr links durch die Ohrmuschel. Am Ende kommt sogar mein Gesang ganz lässig daher und ich fange an zu fühlen, was ich von Beginn an vermutet habe – der Song funktioniert.
Es ist kaum objektiv auszudrücken, wie sehr Jan meinen Song noch nach vorne bringt. Für mich ist es immer eine Verwandlung. Die Verwandlung einer Idee zu einem Produkt. Ein Produkt auf das ich am Ende stolz sein kann.

Natürlich gehört mein unendlicher Dank den drei oben genannten Musikern. Dennis, für die kreative Konsequenz im Unterricht und die zeitaufwendige Hilfe bei Gesang und Klavier. Und natürlich dafür mich am Ball zu halten und das Gefühl zu vermitteln, dass es immer noch ein bisschen besser geht.
Camillo, für das kurzfristige Einspringen und das sofortige Liefern eines hervorragenden Bassparts.
Jan, für das akkurate Schlagzeug, dass vom ersten Tag an stand und über jeden Zweifel erhaben war. Für den stets angenehmen Kontakt und die Geduld, auch das kleinste Anliegen noch im Song unterzubringen.

Ich weiß, viel Dank für einen einzigen Song. Für mich stellt es jedoch das Fundament dar, um überhaupt an den Punkt zu kommen, einen Song vollenden zu können. Ohne Dennis, Camillo und Jan, wäre “Puzzle” wahrscheinlich ein weiteres Stück Papier in einer Schublade gewesen. Darum in dieser Ausführlichkeit – vielen Dank!

In den kommenden Tagen werde ich einen Ausblick auf weitere Songs geben und erklären, warum man mich jetzt auch im Radio (kein Scherz!)  hören kann. Bis dahin, wünsche ich euch weiter viel Spaß bei meiner Musik und freue mich über Feedback.

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